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Air Factory reopens and reclaims

We need more workers for the re-opening of the Air Factory!

“Abandoning utopian promises of air castles enables us to build a refreshingly industrial Air Factory, where we can alter the climate together. Do you want to distort someone else’s mind or behavior? Then you have the narcissistic psychological complex to fit in at our factory and create real change in society!”

 Air Factory – RECLAIM THE AIR! >>
in the frame of OFF Biennale 2017

 

 

TÓcsatorna – Late Night Show ☞ Bánkitó Fesztivál 2017

Pneuma Szöv. ft. Kulcs Alíz present

Corrupted or not not? We will search for answers to this question.
Every evening we report about actual happenings around Bankitó. We invite guests and produce our best to corrupt them and the public.
After StreetChannel and 89 Shades of Grey, here is the new TV performance of Pneuma Szöv./Kulcs Alíz
Watch it carefully!


WHERE & WHEN?
BÁNKITÓ Festival > thursday, fruday, saturday evening on Aurora stage

https://www.facebook.com/events/1903649963225476/

Paplament – Art and Public Sphere (GERMAN)

article (in German) in the magazine weiterdenken Heinrich Boell Stiftung Sachsen, 2 October, 2014

«Das System der Repräsentation führte dazu, daß die Repräsentanten allein den politischen Raum konstituierten, während das Volk, das sie abordnete und theoretisch der allein legitime Inhaber der Macht war bestenfalls vor den Türen stehen durfte.»                  
-Hannah Arendt-

Unterwegs im 8. Budapester Weltmeer: obdachloses Politiker-Rieseneichhorn Maxi Mókus (Macky Eichhorn) das momentan als BürgermeisterIn kandidiert, Sozialministerin Polly Poloska (ung. Bettwanze), Nomadin Rika Pap (Pap Rika) und ihre Pappfamilie, die Tauben vom Blaha Lujza Platz und die Schließgeister, die öffentliche Plätze abriegeln.
Das sind einige der Lokalhelden der beiden Künstlergruppen Pneuma Szöv. aus Budapest und Mobile Albania aus Gießen, die sich in den bisher realisierten Arbeiten innerhalb des gemeinsamen Projekts «20-Forint-Operette» weitererzählen.
Hinter den merkwürdigen Namen verstecken sich gewachsene Legenden, die konkrete sozio-politische Kontexte und translokale, kommune Potenziale in einem satirisch-liebevoll-bissigen Umgang verhandeln.
Jedes Jahr begibt sich das ungarische, heterogen wachsende Netzwerk aus Künstlern und Aktivisten, und das deutsche Performancekollektiv in das gemeinsame Schaffen eines neuen Reiseabschnitts ihres geteilten Universums.
In ihrem letzten Projekt «EXIT POLLoska» thematisierte Pneuma Szöv. so das Bettwanzenproblem in Mietshäusern und den Obdachlosenheimen im achten Budapester Bezirk. Eine Stunde Radioübertragung und gleichzeitig Show beleuchtete das winzige Tier, das im achten Stadtbezirk mit einer Population von bis zu 6 Millionen in einem Straßenzug eine Schattenregierung stellt. Auf der Straße zeichnete Pneuma Szöv. die Bettwanzen-Promenade mit bunter Kreide bis zur Bezirksverwaltung, die prompt mit einem Wasserschlauch das Problem erledigte: ein Sinnbild für sog. «lokalpolitische Lösungsstrategien», die von Aktivisten und Journalisten seit Jahren in verschiedensten Foren beschrieben und kritisiert werden. Oft kein Dialog, keine langfristigen Lösungen – sondern nur ein neues Verbot, in diesem Fall ist es verboten mit Kreide vor dem Rathaus auf den Boden zu malen. Überwachung und das «größte Kamerasystem Ungarns» (Zitat Bezirksbürgermeister Maté Kocsis)* haben das erklärte Ziel «alles zu sehen». Durch die Kunstaktionen bringt das Projekt auch die Paranoia der Politik und die Notwendigkeit eines Dialogs und einer Kritik zum Ausdruck. Mit kinderleichten Kunstaktionen rüttelt man spielerisch an den Festen dieses rigiden Systems, das Viktor Orbán nun selbst schon als «illiberale Demokratie» bezeichnet.
Die Lokallegenden und die daran geknüpften künstlerischen Formen entstehen durch das Verweilen an öffentlichen Orten, das Durchqueren des Ortes und die Reflektion über sein Potenzial und seine wunden Punkte.
Eine Heimat des Projekts ist der achte Stadtbezirk Budapests. Hier spiegelt der öffentliche Raum genau die Bewegungen und (Schließ)Mechanismen wider, die in unserer heutigen Gesellschaft gegeneinander antreten. Die Bezirksverwaltung regelt den sogenannten und vielleicht nicht nur genannten Problembezirk mit Absicherungsmaßnahmen, um die weiße, ‚normale’ Gesellschaft vor allem abzuschirmen, was anders ist, was durchs Raster fällt, Drogenabhängige, obdachlose Menschen, Alkoholiker. Anstatt Stützen zu bieten, anstatt die Obdachlosigkeit mit einer sozialen Wohnungspolitik und Drogenabhängige mit hygienischen Einrichtungen vor Hepatitis und anderen Krankheiten zu schützen, wird die Versorgung weiter abgebaut und der öffentliche Raum wird in einen staatlichen privatisiert, wo ein Sicherheitsmann die Regeln fast beliebig bestimmen darf.
Im Staatsraum ist es an vielen Stellen verboten sich «lebensgewohnheitsmäßig» zu verhalten, der UNESCO-Schutz der beliebten Budapester City wird als Mittel für die Austreibung der Wohnungslosen genutzt, um die Innenstadt bedenkenlos an Touristen und Investoren zu übergeben,  Plätze und Straßen werden durch ein engmaschiges Netz von Sicherheitskameras überwacht. Hohe Zäune und unbequeme Bänke schützen vor den unbeliebten Bevölkerungsteilen, in Budapest genauso wie in London oder anderen Industrieländern, wo Armut zunehmend kriminalisiert anstatt bekämpft wird. Die Polizeistreifen kontrollieren gezielt Menschen aus den geldärmeren Randzonen.
In diesem Umfeld stellt sich für uns die Herausforderung eine öffentliche Sphäre zu schaffen. Spielräume für einen freien Austausch zu schaffen, auch zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die sich teilweise selbst segregieren (beispielsweise die Rechte von der Linken, die Radikalen von den Gemäßigten). Für uns ist Kunst hier das Mittel, um zu irritieren, zu kritisieren und im Spiel neue Möglichkeiten und Potenziale zu finden, um feste Standpunkte und eingefahrene Identitätsvorstellungen zu unterwandern. Denn da wo Leute direkt aufeinandertreffen, kann was lebendig werden und eine Grenze, ein Vorurteil vielleicht verschwinden.
Unser neues Medium hierfür ist eine Verbindung von Straßenwanderung, Performance und Radio, das in verschiedensten Sendungen als Paplament lokalpolitische Fragen aufgreift und nach neuen zivilen Foren sucht.
Dabei wird Brechts Utopie das Radio vom (Massen)-Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat umzuwandeln versucht. Lokale Nachrichtenkanäle, eigene Radioforen, eigene Zeitungen, Kreide-Fernsehen auf der Straße sind Mittel mit denen dieses Radio hantiert, um Fragen zu stellen und eine andere Berichterstattung jenseits der Massenmedien zu versuchen.
Zum zweiten Mal wandert das deutsch-ungarische Team dieses Jahr nach Leipzig und wird dort am Projekt «Federation of Urban Imagination» für drei Wochen beteiligt sein. Gegenüber dem Job-Center in Leipzig Nord auf dem Huygensplatz lassen wir gemeinsam mit Stadtentwicklern aus Belgrad, Ljubljana und Leipzig ein alternatives Job-Center entstehen. Im Rahmen der Federation of Urban Imagination verknüpft sich das deutsch-ungarische Netzwerk so mit anderen Initiativen, die ihr eigenes Umfeld auf das Potenzial eines kommunen Raums hin untersuchen und transformieren. Eine Straßenfantasie entsteht, die vielleicht kurzzeitig etwas anderes jenseits unserer eigenen Arbeitsmoral aufscheinen lässt und über verschiedenste Aktionen der Gruppen zum Dialog einlädt. Mit dabei der Bürgermeister-Kandidat Maxi Mokus aus Budapest, der unterwegs auf der Straße Stimmen der Arbeitslosen und AnwohnerInnen in seinen goldenen Einkaufswagen packen wird. Am Ende werden drei anschaubare Radioshows auf dem Platz sowie auf Radio Blau erlebbar sein.

Auch 2014 kamen Pneuma Szöv und Mobile Albania nach Sachsen. Im August und September entwickelten die  Künster_innen-Kollektive in Kooperation mit dem Leipziger Bürgersender Radio BLAU ein performatives und nomadisierendes Radioformat. Unter dem Titel «Paplament auf dem Hugyensplatz – Wem gehört Leipzig?» diskutierten sie u.a. Fragen der Gentrifizierung der Stadt und der Wiederbelebung abgehängter öffentlicher Plätze.
Mehr Infos:
www.pneumaszov.org (englisch)
www.mobilealbania.de
Trailer von EXIT POLLoska mit deutschen Untertiteln:
https://vimeo.com/99810730

link: http://www.weiterdenken.de/de/2014/10/02/das-paplament-kunst-und-oeffentliche-sphaere

Riánsares Gómez Olmedilla: Deconstructing “Non-Spaces” [master thesis]

“..the actions developed highlight how the public space is constructed from the private and domestic domain each of us has. As a result, the intervention embraces relatedness as the suitable strategy to subvert fixed boundaries. The project works as a meeting point where differences and personal stories are included. At the same time, through the connection among different artistic disciplines, they create an environment that disrupts fixed definitions of subject/object (ie. statue of Mokus Maxi); or temporal frameworks (connecting past and present through the stories and lyrics written). Moreover, they emphasize another sort of communication that involves body, music and arts. In doing so, the participants not only transgress the binary mind/body, but they also highlight how the process is the solution itself rather than final illuminated endings.”

RiánsaresGómezOlmedillaMAthesis

Street Channel

// Live TV shows on public squares in Józsefváros, Budapest on the topic of housing

// April-May 2016

// Józsefváros, Budapest

Social Housing is a burning issue in Hungary and especially in Budapest where homelessness, evictions and renting prices explode. Through playful art mixed up with deep discussions a dialog was created to reach out for a broader public for this topic. The performances that combined TV, street and performance were live events where people gathered to learn new points about it. An exchange platform was brought to life: actors and artists helped to make the show entertaining and played with the topics while they learnt from the content and ideas about housing from the activists they encountered and worked together.
The shows were recorded and are and will be screened in very diverse locations from schools over community houses to private film clubs. We hope to generate attention and an inspiration for people to gather, support existing initiatives who come up with new solutions and develop new inputs to solve the situation.

Supported by Norway Grants & EEA Grants
PARTNERS: The School of Public Life, The City is for All, Habitat for Humanity Hungary

STREET CHANNEL – live TV shows in public spaces on housing

April 2016 | Józsefváros, Budapest

Social Housing is a burning issue in Hungary and especially in Budapest where homelessness, evictions and renting prices explode. Through playful art mixed up with deep discussions a dialog was created to reach out for a broader public for this topic. The performances that combined TV, street and performance were live events where people gathered to learn new points about it.
The recorded shows will be screened in pubic spaces of Józsefváros.
>> live TV shows << 
#1 – 4 April, 5-7pm – Teleki tér
#2 – 11 April,  5-7pm- Teleki tér
#3 – 17 April, 3-5pm, 14-17 – Rákóczi tér
#4 – 24 April, 3-5pm – Keleti pályaudvar

>> screenings <<
#1 – 8 April, 7-9pm
#2 – 15 April, 7-9pm
#3 – 22 April, 7-9pm
#4 – 29 April, 7-9pm

Facebook-esemény: https://www.facebook.com/events/249625462037849/

PAPLAMENT in Bremen

2 and 6 Feb, 2016 | Schwankhalle, BREMEN (DE)

Mobile Albania, some members of Pneuma Szöv. and the rolling donkey travel for a week to and through Bremen; searching for hospitality.
They take a break in Kukoon to screen Mókus Riviera and talk about it. At Feb 6th, people are invited to the night of the travel story telling, with Sauna, Pap-Yurte and other brought and found hospitality rituals.